| Handlung: Schon als Kinder haben Carl Fredricksen und seine Frau Elli von dem großen Abenteuer geträumt. Gemeinsam wollten sie nach Südafrika reisen um dort die Paradiesfälle zu erforschen.Doch dazu soll es nie kommen und seit dem Tod von Elli ist Carl ein gebrochener einsamer Mann. Nur selten verlässt er noch sein Haus und das treiben um ihn herum schert ihn wenig. In seinem Leben sieht er nur ein Haufen verpasster Chancen und macht sich Vorwürfe seiner Frau nicht das Leben geboten zu haben von dem sie beide geträumt hatten.Als man ihn dann aber aus seinem Haus vertreiben und ins Altersheim stecken will beschließt er eine letzte große Fahrt zu unternehmen. Als ehemaliger Ballonverkäufer bindet er eine riesige Menge Ballons in seinem Kamin fest und hebt mitsamt seines Hauses ab… Richtung Paradiesfälle.
Zusammen mit einem Blinden Passagier, dem über gewichtigen Pfadfinder Russel, erlebt er wahre Abenteuer, trifft Helden aus Kindestagen und und muss einige Schwierigkeiten überwinden. |
| Review: „Sein Leben lang träumt Carl Fredricksen von einem großen Abenteuer und heute startet sein Abenteuer durch“.Mit diesen Worten leitet Pixar den Trailer ihres 10ten Animationsfilms „Oben“ ein. Schickten sie in ihren früheren Filmen Spielzeuge in die Welt hinaus, Monster unter die Betten von Kindern oder sprechende Autos auf die Rennpiste ist der Star des neusten Films ein, zu beginn, griesgrämiger alter Mann der nicht mehr mit der Welt klarkommt in der er lebt. Kann das klappen? Bestens sogar. Mit „Oben“ hat Pixar ein würdigen Jubiläumsfilm geschaffen. Dabei setzen sie auf eine alt bewerte Mischung aus Kinderunterhaltung, gespickt mit Themen die auch das ältere Publikum bei Laune halten. Doch dieses mal gehen sie dabei sogar noch einen Schritt weiter.
Carl Fredricksen , der Star des Films, mach das wovon viele träume. Er bricht aus seinem Alltag aus, erlebt Abenteuer und verwirklicht seinen Kindheitstraum, um dabei zu merken das nicht immer alles so ist wie man es sich in seiner Fantasie ausmalt. Doch die lebensbejahende Weisheit am Ende bleib natürlich nicht aus.
Um den 78 jährigem nicht alleine die Show zu überlassen wir ihm ein klassischer Gegenpart mit an Board gesetzt. Der pummellige, lebenslustige Russel der dem alten Griesgram das eine oder andere mal zeigt wo es lang geht.

Der Humor kommt auch in diesem Werk nicht zu kurz und entlockt je nach Generation an unterschiedlichen stellen Lacher, doch in langen Passagen stellt Pixar Fredricksen und die Motive aus denen er diese Reise antritt in den Vordergrund. Denn nicht nur er hat sein leben lang auf ein Abenteuer gehofft, sondern auch seine Frau die aber leider, als es dann endlich soweit war, verstarb. Diese tragische Geschichte bestimmt Fredricksens handeln und verleiht dem Film eine Tiefe die überrascht und bewegt, schafft aber auch eine teilweise düstere Atmosphäre die das jüngste Publikum ein wenig um den erwarteten Spass bringen kann. Als Ausgleich strotzt der Film vor fantasiereichen Einfällen, wie sprechende Hunde und schillernden Paradisvögeln und verfällt dabei wieder zurück in den Kinderfilm den man bei „Oben“ eigentlich erwartet.
Als 3D Produktion verschenkt „Oben“ leider etwas Potenzial. Das fliegende Haus und die weit darunter liegenden Felder wirken toll, doch könnte die Teilweise stürmische Rasanten Luftaufnahmen mehr aus der neuen Technik raus holen. Der echte „Ah“ und „Oh“ Effekt bleibt aus, dafür werden die 3D Effekte zu dezent eingesetzt. Auf der anderen Seite bietet das aber den Vorteil, dass unrealistische Bilder, wie Objekte die in den Zuschauerraum fliegen nicht von der Story des Films ablenken.
Hat mich Ratatouille nicht wirklich interessiert und Cars eher enttäuscht ist „Oben“ in meinen Augen der bisher beste Film aus dem Hause Pixar. Er ist ein lustiger, unterhaltsamer, anrührender und lebenskluger Film der es schafft unterschiedliche Generation zu fesseln. „Oben“ ist nicht so lustig wie „Ice Age“ oder „Shrek“, will es aber auch gar nicht sein sondern verleiht den Hauptfiguren sympathischen Charakter wie noch kein Animationsfilm zuvor. |